Zum Nachkosten
Einheit in Vielfalt – 4. Internationaler Begegnungstag im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau
„Ich war total begeistert und überrascht von der Vielfalt der Internationalität, von dem guten Miteinander. Die Liebe zur Gottesmutter und zum Kapellchen ist einfach übergesprungen“, so das Echo einer Frau beim internationalen Begegnungstag im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau.
Zum 4. Mal lud die kleine Schönstattfamilie in Berlin Menschen aller Nationen, die mit dem Victoria-Patris-Heiligtum verbunden sind, zu einem Fest der Begegnung ein.
So kamen am Samstag, 04. Juli, rund 200 Personen aus ca. 18 Nationen, die in Berlin und Brandenburg leben, zum Heiligtum der Gottesmutter, um miteinander den Glauben zu feiern, einander zu begegnen und die internationale Gemeinschaft Schönstatts erlebbar werden zu lassen.
Schon beim Ankommen war die besondere Atmosphäre spürbar: Herzlichkeit, Offenheit und Freude über das Wiedersehen mit Freunden. Ein besonderer Moment vor Beginn des Festgottesdienstes: Jede Nation durfte durch einen Vertreter/ eine Vertreterin ihr Land durch das Bringen der Landesfahne repräsentieren.
„Ich war innerlich sehr bewegt, als ich die Fahne meines Landes zur Gottesmutter bringen durfte.
Sie soll mein Land, meine Heimat und meine Familie beschützen.“ So äußerte sich eine Frau aus Chile.
Einen besonderen Akzent setzte die portugiesisch-sprachige Gemeinde, die durch die musikalische Gestaltung der Heiligen Messe und mit ihren kulturellen Beiträgen am Nachmittag alle beschenkten. Zusammen mit ihrem Pfarrer Padre Júlio Ferreira SCJ und Dr. Padre Cleber Sanches SCJ waren Gemeindemitglieder u.a. aus Brasilien, Cap Verde, der Elfenbeinküste, Mosambique und Guinea Bissau gekommen. Die beiden Herz-Jesu-Priester zelebrierten zusammen mit Pater Arkadiusz Sosna, der extra zu diesem Fest aus Schönstatt angereist war, und Pfarrer Witold Wójcik aus Berlin, der seit vielen Jahren mit dem Schönstatt-Heiligtum verbunden ist, die Hl. Messe.
Viele von denen, die zum Heiligtum gekommen waren, kamen nicht allein. Sie brachten die Pilgernde Gottesmutter mit, die in der Großstadt Berlin von Jahr zu Jahr ein immer größeres Netz der Verbundenheit knüpft. Die meisten Pilgerheiligtümer wandern in den Gemeinden der Polnischen Mission, andere bei den Philippinen, in der spanisch-sprechenden Mission und in einigen deutschen Gemeinden in Berlin und Brandenburg. Seit dem vergangenen Jahr gibt es 20 Pilgerkreise in der portugiesisch-sprechenden Gemeinde, sowie drei eigene Pilgerheiligtumskreise für Kinder.
Für die Festteilnehmer ist es darum ein wichtiger und feierlicher Moment, wenn alle nach dem Gottesdienst mit ihren Pilgerheiligtümern, den Landesfahnen und dem großen Pilgerbild der Polnischen Mission zum Heiligtum der Gottesmutter ziehen. Hier wird das internationale Lob auf die Gottesmutter angestimmt und das Liebesbündnis in allen Sprachen erneuert.
Eine Frau bekannte: „Die ausländischen Gruppen können uns so viel geben an Glauben und Herzlichkeit. Ich bin total begeistert. Als die portugiesisch sprechende Gruppe, jeder ihre Rosen zur Gottesmutter brachten und sie dazu ihre schönen Lieder sangen, das hat mein Herz sehr berührt. Wir Deutschen können so viel von ihnen lernen.“
Besonders die drei „Kindermissionare“ von etwa 12 Jahren hatten es vielen angetan. Spontan erklang Applaus, als sie sich mit ihren Pilgerheiligtümern neu aussenden lassen. Mit ihnen wurden alle Pilgerheiligtümer und alle, denen die Gottesmutter mit ihrem Sohn in diesem Zeichen begegnen will, gesegnet.
Voll Freude setzte sich das Fest fort, zunächst bei einem internationalen Buffet. Die zahlreichen landestypischen Spezialitäten waren ebenso bunt wie die Gemeinschaft selber. An den Tischen wurde erzählt, gelacht und über Länder- und Sprachgrenzen hinweg Freundschaft gelebt. Die große Freude am Miteinander war überall spürbar, vor allem auch bei den internationalen Tänzen, die vorgeführt wurden oder bei denen zum Mittanzen eingeladen wurde.
Dieser Tag, so lässt sich sagen, war geprägt von der Freude aneinander und den vielen neuen Begegnungen untereinander. Unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen wurden nicht als trennend erlebt, sondern als Ausdruck des Reichtums der weltweiten Kirche. Was bleibt, ist die Erfahrung, dass Einheit nicht Gleichförmigkeit bedeutet, sondern dort wächst, wo Menschen ihre Vielfalt einbringen und sich im Glauben an Christus und im Liebesbündnis mit Maria verbunden wissen.
Ein junger Mann sagte:
„So etwas habe ich noch nicht erlebt in der Kirche. Diese Begeisterung hat mich berührt. Es war einfach ansteckend und plötzlich war der Glaube so leicht und froh. Die tolle Gemeinschaft, das internationale Miteinander und die schönen Lieder. Das nächste Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“
Schon heute herzliche Einladung zum nächsten internationalen Begegnungstag:
Samstag, 26. Juni 2027, im Schönstattzentrum Berlin-Frohnau.
Natascha Neumann. Sr. M. Alena Engelhardt
16.8.2025 Kapellchenfest in Berlin-Frohnau
und Verabschiedung von Pater Klaus Krenz
Bei strahlendem Sommerwetter hatten wir am 16.August 2025 in Berlin – Frohnau unser 55. Kapellchenfest und die Verabschiedung von Pater Klaus Krenz, der aus Altersgründen in den nächsten Tagen nach Schönstatt auf Berg Sion zieht. Es war ein schöner und sehr beeindruckender Tag. Zur Verabschiedung waren beim Festgottesdienst elf Priester und ein Diakon am Altar. Unter ihnen Pater Michael Czysch, sein zukünftiger Rektor im Provinzhaus Berg Sion und Pater Arkadiusz Sosna, die jahrelange Freundschaft mit Pater Klaus Krenz und der Berliner Schönstattfamilie verband. In der Predigt würdigte Pater Arkadiusz Sosna Pater Klaus Krenz als „Pilger der Hoffnung“: einer, der mit offenen Herzen zu den Menschen ging und ihnen Christus nahebrachte. Ein ganz besonderer Moment war, als Abuna Murat Üzel, Pfarrer aus der syrisch orthodoxen Gemeinde in Aramäisch, in der Sprache Jesus das „Vater unser“ sang.
Die Berliner Schönstattfamilie verbindet mit der syrisch orthodoxen Gemeinde etwas ganz Besonderes: In der Seitenkapelle, ihrer Kirche, ehemalige St. Ludgeruskirche/Potsdamer Str. die als Schönstattkapelle eingerichtet ist, hat Schönstatt vor über 100 Jahre in Berlin begonnen. Viele Jahre hat Pater Klaus Krenz die Verbindung aufrechterhalten und an jedem 18. des Monats die heilige Messe dort gefeiert. Die jetzige Orthodoxe Kirche wurde in den letzten Jahren renoviert und unsere Schönstattkapelle bekam auch einen neuen Glanz. Sie wird von der Orthodoxen Kirche genutzt und auch weiterhin für unsere Schönstattfamilie zugänglich bleiben. In seiner Ansprache am Ende der Eucharistiefeier machte Abuna Ützel Murat deutlich, wie weit das Wirken von Pater Klaus Krenz strahlte und eine innige Freundschaft mit ihm über Jahrzehnte verbindet. Er erinnerte an viele gemeinsame Gottesdienste, Begegnungen und Pilgerfahrten.
Ebenfalls überbrachte Domkapitular, Prälat Dr. Stefan Dybowski einen Gruß vom Erzbischof, Dr. Heiner Koch und dankte Pater Klaus Krenz im Namen des Erzbistums Berlin wie auch persönlich für sein priesterliches Wirken im Berliner Raum.
Beim anschließenden Mittagessen, einer Power Point Präsentation über die vergangenen Jahrzehnte und dem Packen eines „Pilgerrucksack“ mit Geschenken, Erinnerungen und Segenswünschen wurde die große Dankbarkeit spürbar. Frohe Lieder der ehemaligen Mannesjugend ,- SMJ Ü 60, aus der damaligen DDR/ Friedrichroda, eine Gruppe die Pater Klaus Krenz in früheren Jahren begleitete und heute noch eine gute Freundschaft besteht, gaben dem Geschehen eine besondere Note. Sie schenkten ihm das Kunstbild, mit dem Brandenburger Tor und Berliner Heiligtum, von der Künstlerin Frau Maria Kies aus München, verbunden mit einem Meditationsgedicht über BERLIN, diese Hauptstadt, die Pater Klaus Krenz über Jahrzehnte so erlebte:
BERLIN
Stadt der Teilung und der Einheit
Stadt der Gefangenschaft und Freiheit
Stadt der Mauern und Begegnung
Stadt im Schatten und Licht
Stadt der Verzweiflung und Wunder
Stadt der Einsamkeit und Liebesbündnis
Es folgten noch viele persönliche Zeugnisse, die dem Abschied eine warme Atmosphäre schenkten.
Die Feier klang aus mit einer Marienvesper vor dem Heiligtum. Pater Horst von Rönn-Haß
aus der Filiale Stuttgart, zu der Pater Klaus Krenz bisher gehörte. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, dass es nichts gibt, was wir nicht vor Gott und die Gottesmutter bringen dürfen - alles darf auf den Altar gelegt werden.
Der Sonnengesang des Heiligen Franziskus – ein Tanz mit bunten Bändern, die Begegnung bei Kaffee und Kuchen rundeten das Fest ab. Es war ein Tag voller Dankbarkeit, Freude und Segen und ein bewegender Abschied von Pater Klaus Krenz.
Möge Gottes und der Gottesmutter Segen ihn auf seinem weiteren Weg als „Pilger der Hoffnung“ begleiten.
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Heilige Messe, musikalisch eindrucksvoll gestaltet vom Chor der philippinischen Mission, dessen Gesang die Herzen der Anwesenden tief berührte. Hauptzelebrant war Pater Arkadiusz Sosna, unterstützt von den Konzelebranten Pater Klaus Krenz und Pater Jeremy (Steyler Missionar aus der philippinischen Gemeinde). In seiner Predigt betonte Pater Sosna die Bedeutung der Vielfalt und erinnerte im Kontext des Heiligen Jahres an die Berufung jedes Einzelnen, „Pilger der Hoffnung“ zu sein und Hoffnung in die Welt zu tragen.
Am Ende der Messe zog eine feierliche Prozession mit dem großen Pilgerheiligtum – begleitet von den Landesfahnen – zum kleinen Kapellchen. Dort wurde die Gottesmutter mit einem lebendigen Lobpreis geehrt: Philippinische Jugendliche in farbenfroher Landestracht tanzten voller Hingabe, gefolgt von einem feinen Violinenkonzert von Maurice Pappe. Die polnische Gemeinde, angeführt von Familie Koperla, sang ein berührendes Lobpreislied, dem ein mitreißender "Halleluja-Tanz" unter der Leitung von Frau Gewies mit internationalen Tänzerinnen und Tänzern folgte. Den musikalischen Abschluss bildete das Stella-Maris-Lied des philippinischen Chors.
Im Anschluss wurde zu einem internationalen Buffet geladen. Die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Länder hatten landestypische Spezialitäten mitgebracht – ein kulinarisches Fest der Kulturen. Bei leckeren Speisen, netten Gesprächen und fröhlichem Beisammensein wurde die internationale Gemeinschaft ganz konkret erlebbar.
Ein besonderer Moment war der Beitrag von Schwester M. Alena, die eigens aus Schönstatt angereist war. Sie berichtete nach dem Essen über das Projekt des Pilgerheiligtums und erzählte mit viel Herzblut und einigen humorvollen Anekdoten vom Leben des Gründers der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, João Pozzobon, dessen Initiative vor 75 Jahren ins Leben gerufen wurde.
Der Internationale Begegnungstag war ein rundum gelungenes Fest – getragen von Glauben, Freude und einem echten Miteinander. Der nächste Begegnungstag findet am 4. Juli 2026 statt.
Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal: – Do Widzenia – Nasvidenje – Au revoir – Adeus – Tạm biệt – Murabeho – Adiós – Good Bye!
Hauptzelebrant war Pfarrer Krystian Gwizdala, der gemeinsam mit Pater Krenz, Pfarrvikar Witold Wójcik und Pater Rosario den Gottesdienst feierte.
Ca. 60 Gäste hatte das Kapellchen, und da der Platz im Heiligtum nicht ausreichte, wurde bei weit geöffneten Türflügeln (der neuen Tür seid Dank) vor dem Kapellchen gefeiert. In diesem Jahr wurden besonders die Apostel Petrus und Paulus in den Blick genommen. In seiner Festpredigt hat Pfarrer Gwizdala sehr eindrucksvoll ausgeführt, das Jesus trotz seiner Fehler, trotz seiner Feigheit auf Petrus seine Kirche gebaut hat. Er, der gut um die Schwächen der Menschen wusste, aber Jesus so sehr geliebt hat wurde das Fundament - der Fels, auf dem seine Kirche sicher steht. Dies schenkt uns Hoffnung und Zuversicht, dass auch wir mit unseren Fehlern von Gott geliebt sind, dass er auch auf jeden Einzelnen baut.
Paulus hat, wie kein anderer den Glauben in die Welt getragen, nachdem er nach seiner vorübergehendenden Blindheit Gott erkannte. Wieviel Petrus und Paulus steckt in jedem von uns? Wem können wir Halt schenken – Fels sein? Wo können wir die frohe Botschaft im Wort oder im Seins-Apolstolat weitertragen?
Nach der Heiligen Messe war beim Mittagimbiss im schönen Garten ( an dieser Stelle Familie Siml für ihren treuen Einsatz bei der Pflege des Gartens ein herzliches Dankeschön) viel Zeit für Austausch gute Gespräche.
In der anschließenden Dankandacht mit eucharistischem Segen gab es 2 Besonderheiten: Der Organist Herr Falk Peiler hatte zu diesem Fest eigens ein Berliner Kapellchenfestlied gedichtet, dass hier seine Uraufführung hatte und Pater Kentenich kam via Tondokument selbst zu Wort ….“Dankbar erinnern wir uns an alles, was wir der lieben Gottesmutter als unserer persönlichen himmlischen Mutter und der gemeinsamen Familienmutter zu danken haben“ Pater Josef Kentenich am 12.9.1965 zum Namensfest unserer heiligen Gottesmutter
Danach ging es wieder auf die Wiese beim Begegnungshaus: Dort fand eine Begegnung der besonderen Art statt: Die Apostelfiguren Petrus und Paulus erschienen „in Persona“ und erinnerten sich, wie sie vor 85 Jahren Einzug ins Urheiligtum hielten, diskutierten wer der „wichtigere“ sei, hielten Rückschau, stellten fest, dass die Gottesmutter ja reichlich Segen geschenkt hatte und überlegten, womit sie den Pilgern eine Freude machen könnten, zur Zeit sei ja sehr heiß – die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, und so verteilen sie unter Beifall an alle ein Eis.
Mit dem anschließenden, fast schon traditionellen Quiz, in dem fröhlich geraten und geschätzt wurde klang das wunderbare Fest aus.
„So viel Wohlwollen unter den Völkern!“
Einen Tag vor dem Endspiel der Fussball-Europameisterschaft in der Landeshauptstadt bringt die Gottesmutter sich ins Spiel, um die unterschiedlichen Nationen und Kulturen bei sich zu versammeln und miteinander zu verbinden.
Zum zweiten Mal hat die Berliner Schönstattfamilie Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die in der multikulturell geprägten Hauptstadt leben, zu diesem Fest eingeladen. Manche von ihnen kennen Schönstatt aus ihren Heimatländern und fühlen sich auch hier im Berliner Heiligtum bei der Gottesmutter zu Hause. Einige sind zum ersten Mal im Schönstattzentrum. Dieser Tag soll Raum für eine gemeinsame Begegnung schenken.
200 Besucher aus 21 Ländern sind vertreten: Bolivien, Brasilien, Chile, Deutschland, Elfenbeinküste, Großbritannien, Italien, Kamerun, Kuba, Madagaskar, Mexiko, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Slowenien, Ruanda, Taiwan, Tschechien, USA, Vietnam. Alle werden in ihrer Landessprache begrüßt. Die Freude an der Internationalität wird vor allem spürbar, als die jeweiligen Landesfahnen unter Jubel und Applaus nach vorne getragen werden.
Drei Schwestern aus Schönstatt sind eigens zu diesem Festtag angereist. Eine von ihnen ist Sr. M. Jessica, zuständig für die portugiesisch-sprachigen Pilger in Schönstatt. Für viele ist ihre Anwesenheit ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit dem Ursprungsort und dem Urheiligtum.
Ein wunderbares Erleben für alle an diesem Tag: Die Gottesmutter hat der Vorhersage „getrotzt“ und für trockenes, nicht zu heißes, aber dennoch sonniges Wetter gesorgt.
In diesem Jahr engagiert sich vor allem die polnische Mission in der Organisation des Tages und der Gestaltung des Festgottesdienstes. Drei Priester feiern mit allen die heilige Messe: Pater Arkadiusz Sosna, Mitglied der Generalleitung der Schönstattpatres und mitverantwortlich für die internationale Koordination der Schönstattbewegung, Pater Przemysław Kawecki, SDB, aus der polnischen Gemeinde in Berlin-Mitte und Kaplan Witold Wójcik aus der Pfarrei St. Franziskus, zu der das Schönstattzentrum gehört.
In seiner Festpredigt erinnert Pater Arkadiusz an die weitgeöffnete Heiligtumstür, die immer wieder einlädt, die Gottesmutter zu besuchen. „Sie, die Königin aller Völker, ist immer für uns da und heißt jeden willkommen“, so Pater Arkadiusz. „Wir können einander annehmen, weil jeder von uns von ihr angenommen ist. Gemeinsam lieben und ehren wir die Gottesmutter und schließen das Liebesbündnis mit ihr.“
Am Schluss der Predigt, motiviert er seine Zuhörer: „Der liebe Gott braucht uns, unsere Schwäche, um Großes zu erwirken. Christus will auch durch uns Gestalt annehmen, aber es braucht unser Zustimmung: Ich bin da. Mir geschehe nach deinem Wort.“
So steht am Ende des Gottesdienstes die Einladung, sich in das Jawort der Gottesmutter durch die Erneuerung des Liebesbündnisses hineinnehmen zu lassen.
Mit Pilgerkreuz und Landesfahnen setzt sich ein bunter Zug hin zum Heiligtum in Bewegung. Ein großes Pilgerbild der Gottesmutter aus der polnischen Mission – liebevoll geschmückt mit Blumen in den Landesfarben rot und weiß – wird mitgetragen.
Nach einigen wunderschönen Tänzen von philippinischen Kindern und Jugendlichen werden polnische, ein portugiesisches und ein spanisches Loblied für die Gottesmutter angestimmt. Die vielen mitgebrachten Pilgerheiligtümer werden gesegnet und neu ausgesandt mit der Bitte: „Maria, trage deinen Sohn hinein in unsere Stadt, in unsere Pfarreien, in unsere Familien, in die ganze Welt. Schenke uns deine Liebe, deine Fürsorge, deine Wegbegleitung. Schenke der Welt den Frieden, den dein Sohn uns verheißen hat.“
Viele haben köstliche landestypische Speisen mitgebracht. So kann man die Internationalität bei guten Gesprächen und einem frohen Miteinander auch „schmecken“.
Das Kapellchen ist an diesem Tag durchgehend mit Betern gefüllt. Durch die vielen Kerzen, die entzündet werden, steht die Gottesmutter förmlich in einem Lichtermeer.
Der Nachmittag nimmt das Leben mit der Pilgernden Gottesmutter in den Blick. In kurzen Zeugnissen werden Erfahrungen miteinander geteilt. Es wird deutlich: Maria wirkt - auch hier in Berlin - durch die Pilgerheiligtümer, in denen sie in der Stadt unterwegs ist.
„Der Tag ist für mich wirklich gelebter Glaube und ich bin so dankbar und froh, dass Maria mir den Weg zur Schönstattbewegung gezeigt hat“, sagt Stefanie Z. aus Berlin.
Mit Gesang und Tanz, begleitet von dem häufigen Satz: „Herzlichen Dank. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal“ klingt dieses wunderschöne Fest aus.
Der Termin im kommenden Jahr steht bereits fest: 19. Juli 2025
Angebote am Schönstattzentrum Berlin-Frohnau unter: www.schoenstatt-berlin.com Natascha Neumann, Sr. Alena E.
Immer wieder kommen Menschen aus aller Welt zu unserem Berliner Victoria-Patris Heiligtum: Für dieses besondere Geschenk wollten wir mit der Feier eines Internationalen Begegnungstages von Herzen danken. In der Einladung hieß es: „Wir wollen gemeinsam Gottesdienst feiern, voneinander erfahren, einander kennenlernen, miteinander feiern und die Pilgernde Gottesmutter besonders in den Blick nehmen.“
Dieser Einladung sind am 03.06.2023 bei herrlichem Sommerwetter über 100 Gäste aus allen Teilen Berlins und sogar aus der Nachbardiözese Görlitz gefolgt.
Die vielen Kulturen, mit eigenen Charismen, Bräuchen, Liedern und Sprachen haben diesem Fest eine besondere internationale Note gegeben.
14 Länder waren vertreten, Australien, Deutschland, Kamerun, Kolumbien, Kuba, Nicaragua, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Slowenien, Taiwan, Tschechische Republik und Vietnam.
Nach der Begrüßung der einzelnen Länder mit ihren Landesfahnen folgte ein festlicher Gottesdienst. Selbst am Altar war es international: Pater Weizenmann, Herz Jesu Priester, Berlin Prenzlauer Berg, geboren in Brasilien – seine Familie ist sehr aktiv in Attiba/ Brasilien und Pfarrer Ha Do aus der Vietnamesischen Mission.
Lesung, Evangelium und Fürbitten waren, wie auch die Lieder in verschiedenen Sprachen international. Ein vietnamesischer kleiner Chor gestaltete mit einigen Liedern den Festgottesdienst mit. Der Wechsel aus den lebensfrohen, rhythmischen spanischen Liedern, der besonderen Melodie der vietnamesischen Lieder und dem Liedgut in Englisch und Deutsch ließ uns in die bunte Vielfalt eintauchen. Ein besonderes Erlebnis war als jeder das „Vater unser“ in seiner Landessprache betete
In Prozession mit dem großen Bild der Pilgernden Gottesmutter, aus der polnische Mission, den vielen mitgebrachten Pilgerheiligtümern und den Landesfahnen zogen wir zum Heiligtum. Dort führte eine vietnamesische Kinder und Jugendtanzgruppe zu Ehren der Gottesmutter einen Lobpreistanz auf. Als Schlussakkord legten sie kleine Rosensträußchen der Gottesmutter zu Füßen. Alle waren tief bewegt von der Anmut, mit der die Kinder und Jugendlichen der Liebe zur Gottesmutter Ausdruck verliehen
Nach dem Tanz wurden die Pilgerheiligtümer gesegnet und neu ausgesendet, dass sie besonders hier - in der Diaspora - Menschen durch Maria zu Gott führen und so Wunder der Beheimatung, Wandlung und Sendung schenken mögen.
Nach dem Schluss-Segen waren alle zu einem ebenfalls internationalen Buffet eingeladen: Viele hatten landestypische Speisen mitgebracht und so fand Begegnung mit guten internationalen Gesprächen statt.
Am Nachmittag lud Sr. M. Alena, die gemeinsam mit Sr. M. Rita aus Schönstatt angereiste,- wo sie für das Projekt Pilgerheiligtum wirken, nach einer kurzen Einleitung dazu ein, von den eigenen Erfahrungen mit der pilgernden Gottesmutter zu berichten. Die verschiedenen Zeugnisse und das Wirken der MTA hat bewegt und beeindruckt. Zum Schluss schrieben viele -wie beim Jubiläum des Projekts Pilgerheiligtum im vergangenen Jahr in Schönstatt, der Gottesmutter einen Brief, die die Schwestern dann mit zum Ursprungsort nach Schönstatt nahmen. Voll Dankbarkeit schauen wir auf diesen wunderbaren internationalen Begegnungstag, an dem sichtbar und erlebbar wurde, dass Schönstatt international und in alles Welt ist:
Sie ist der große Missionar. Sie wird Wunder wirken, auch in Berlin.
Zu anderen Zeiten können wir liebevoll und sorgsam weben und wir gestalten mit Freude unser „Lebenswerk“. Wir brauchen aber nicht alleine zu weben: Gott sitzt mit an unserem Webstuhl. Es hat das Muster unseres Lebens schon entworfen und möchte es mit uns zusammen weben. Er lässt die Fäden unseres Lebens durch seine Hände gleiten, er schafft und wirkt und es entsteht in seinen Händen ein Muster, unser Leben, gewebt aus hellen und dunklen, rauen und sanften, frohen und trüben Lebensfäden. Diese Gewissheit wurde auch in der Gebetszeit aufgegriffen: Eine bunte Kordel, die durch die Reihen entlang ging und die alle beim „Vater Unser“ in den Händen hielten, wurde im Anschluss mit eingewebt. Es war eine schöne Zeit mit vielen Impulsen, guten Gesprächen und gemeinsamen
Gebet - eine echte Auszeit in der man auftanken konnte.


